»Für mich war das Praktikum eine Bereicherung«

Beim inklusiven Kooperationsprojekt von hpkj und Stiftung Pfennigparade haben Jugendliche die Möglichkeit berufliche Erfahrung zu sammeln und lernen ganz nebenbei das Miteinander mit Menschen mit Behinderung kennen.

Inklusives Kooperationsprojekt hpkj und Stiftung Pfennigparade

»Mir hat die Zusammenarbeit echt Spaß gemacht!« Iwona scheint ausgelassen und zufrieden. Ihr letzter Tag als Praktikantin im Büroservice bei der Stiftung Pfennigparade fängt gerade an und man merkt, dass sie sich gut eingearbeitet hat und sich in ihrem Team auf Zeit wohlfühlt.

 

»Am Anfang war ich schon ein bisschen unsicher, was mich erwartet und wie ich mich verhalten soll. Aber schon am ersten Tag habe ich mich gut eingefunden, der Chef war nett und die Aufgaben sind für mich nicht schwer«, erzählt Iwona, die in einer hpkj-Wohngruppe lebt. Das Praktikum war eine große Chance für sie, denn hier konnte sie trotz fehlender Schulabschlüsse das für ihren weiteren Werdegang wichtige Praktikum machen.

 

Das Ziel: Inklusion fördern und Jugendlichen berufliche Perspektiven aufzeigen

 

Möglich macht das die Kooperation zwischen hpkj und Stiftung Pfennigparade mit dem Ziel Inklusion zu fördern und Jugendlichen berufliche Zukunftsperspektiven aufzuzeigen. Iwona ist die erste Praktikantin, die die Möglichkeiten der Kooperation wahrnimmt. Sie hat sich für den Bereich Büroservice entschieden, weil sie schon Erfahrung in diesem Bereich hat und später gerne in einem Büro arbeiten möchte: »Zu meinen Aufgaben gehört es die Post zu verteilen, Excel-Tabellen zu erstellen, Etiketten zu drucken und Dokumente einzuscannen.«

 

Praktika sind in so unterschiedlichen Bereichen wie Handwerk und Gärtnerei oder Kunst und Datenservice möglich. Hier kann man auch mit eher geringen Deutschkenntnissen mitmachen. Qualifizierungsbausteine (kammerzertifizierte Module, die einen Teil einer Vollausbildung darstellen) können zum Beispiel in den Bereichen Büromanagement, Mediengestaltung, Hauswirtschaft und Einzelwirtschaft gemacht werden.

 

»Die Atmosphäre ist super«

 

Inklusion wird im Rahmen der Kooperation umfassend verstanden und bezieht Menschen mit und ohne Behinderung sowie mit und ohne Flucht- oder Migrationshintergrund ein.

 

»Ich finde es gut, den Umgang mit den Menschen hier zu lernen. Die Atmosphäre ist super. Ich habe viel mit den Mitarbeiter*innen gesprochen und ihre Lebensgeschichte erfahren. In manchen Momenten hatte ich dann Mitleid, aber das habe ich hier auch gelernt: Man braucht gar kein Mitleid zu haben«, erzählt Iwona und bestätigt das Ziel und den Inklusionsgedanken: »Für mich war das eine Bereicherung - es hat meinen sozialen Umgang gefestigt.«

 

Ein gelungener Auftakt der Kooperation

 

Über ihre Betreuer*innen in der Wohngruppe hat Iwona von dem Praktikumsangebot erfahren. Die haben dann alle Details mit der Ansprechperson bei der Pfennigparade geklärt. Die Zusammenarbeit läuft auch auf dieser Ebene unkompliziert und gut. Zu Beginn ihres Praktikums wurde Iwona krank und verpasste einen großen Teil der zweiwöchigen Praktikumszeit. Ohne Probleme konnte das Praktikum um eine Woche verlängert werden.

 

»Man hat mir sogar eine Extrawoche gegeben und das Praktikum verlängert, weil ich krank war. Dafür bin ich dankbar, weil es mir hier echt Spaß macht.«

 

Wir finden: Ein gelungener Auftakt der Kooperation! Wir freuen uns auf weiteren und regen Austausch und bedanken uns sehr herzlich bei unserer Kooperationspartnerin, der Stiftung Pfennigparade.