Alle gewinnen

im Ausbildungsrestaurant Roecklplatz

hpkj Bildung und Beruf München, Ausbildungsrestaurant Roeckl

Auf die Frage, was bedeutet für dich Kapital, antwortet bei uns im Roecklplatz jeder mit: »Unsere Azubis.« Denn wir sehen jeden Tag aufs Neue das Potential, das jede und jeder Einzelne in sich trägt. Manchmal offensichtlich in Form von Teamfähigkeit, manchmal noch im Verborgenen in Form von Selbstvertrauen.

 

Bei einem Restaurantbetrieb denkt man bei Kapital oft zuerst an Wareneinsatz, Wirtschaftlichkeit und Personalkosten. Ja, man kommt nicht umhin – der Betrieb muss funktionieren. Die Zuschüsse, die das Ausbildungsrestaurant erhält, decken mit dem erwirtschafteten Überschuss den Aufwand, inklusive der zusätzlichen Personalkosten, die in einem Projekt entstehen, das zwölf benachteiligten Jugendlichen eine gute Ausbildung und die notwendige Unterstützung bietet.

 

Eine sozialpädagogische Fachkraft, Nachhilfestunden, gruppendynamische Aktionen, individuelles Coaching – all das muss ebenso drin sein im Gesamtumsatz wie Bio-Fleisch, Zeit für frisch zubereitete Majo und selbstgemachte Pommes. Der Personaleinsatz pro Schicht muss rentabel sein und gleichzeitig ausreichend für Lehr- und Lernzeiten. Die Zutaten müssen erstklassig sein, aber nicht zu teuer – mit ihnen muss wirtschaftlich umgegangen werden und doch kippt mal einer versehentlich die Consommé vom Herd.

 

Doch neben diesen normalen wirtschaftlichen Anforderungen, die zu einem gelungenen Essen und gutem Service dazu gehören, ist das Ambiente im Roecklplatz durch sein Personal geprägt.

 

Ein Miteinander dank gegenseitiger Wertschätzung und das Einbringen unterschiedlicher Kompetenzen

 

Als unser Kapital sehen wir auch die Ausbilder*innen. Nicht nur im Sinne ihres hervorragenden fachlichen Know-hows, sondern vor allem in ihren sozialen Kompetenzen. Jeden Tag, den sie am Herd oder im Restaurant verbringen, sind sie mit Herzblut dabei, den ihnen anvertrauten Azubis das Beste zu vermitteln. Dabei stehen oftmals nicht Fachprobleme im Vordergrund, sondern der Austausch über das Alltägliche, das Zeigen von Empathie oder die Notwendigkeit, immer wieder Grenzen zu setzen.

 

Was das »menschliche Kapital« erwachen, wachsen und gedeihen lässt, ist die zur Verfügung stehende gemeinsame Zeit, der reguläre Rahmen jeder Ausbildung. Am Anfang erscheinen die drei Jahre sehr lang, es ist kaum ein Ende abzusehen, und das macht den Jugendlichen teilweise Angst. Jedoch nach eineinhalb Jahren Ausbildung merkt jede und jeder für sich, wie kurz diese drei Jahre eigentlich sind und wie viel sich bereits bewegt und verändert hat.